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From Social to Commerce: Steigende Absätze durch Social Media

#OMD9für2019

Digital Commerce in Deutschland

Rund 14% der Handelsumsätze in Deutschland werden inzwischen über digitale Kanäle (BEVH, 01/2018) generiert. Gleichzeitig kaufen aber bereits 64 Mio. Deutsche im Netz – Tendenz steigend. Der Kaufanteil ist hier – wenig überraschend – in jüngeren Altersgruppen deutlich höher. Diese jungen Käufer wiederum sind massiv in den sozialen Medien unterwegs. Für Social Media Plattformen, technische Enabler und Händler Grund genug, über direkte Umsätze aus Facebook und Co., den so genannten „Social Commerce“, nachzudenken.

Deutschland befindet sich hier noch in einem frühen Stadium. Auf Käuferseite geben nur 10% aller User an, schon einmal über Social Media eingekauft zu haben (YouGov, 11/2018). Auf Händlerseite halten 75% Social Commerce für mindestens interessant, rund 20% aber auch für „viel Lärm um nichts“ (Statista 2017). Allzu viele Direktkaufmöglichkeiten sind hierzulande noch nicht implementiert, die bekannten Social Player befinden sich aber mittendrin im Auf- und Ausbau.

Pinterest “Shop the Look”

So launcht Pinterest im März 2018 die „Shop the Look“ Pins. Dort werden Produkte wie Kleidung mit einem weißen Punkt im Bild markiert und direkt mit dem Webshop verlinkt, wo das Produkt dann bezogen werden kann. Instagram „Product Rich Pins“ gehen einen Schritt weiter und zeigen Preise und Verfügbarkeiten von Produkten an. Eine Mechanik, die wir bereits von Google Shopping Ads kennen.

Facebook “Offer Ads”

Facebook „Offer Ads“ bieten die Möglichkeit, Angebote oder Rabatte für On- und Offlinekäufe zu kommunizieren. Facebook bietet darüber hinaus einen eigenen „Marketplace“ (siehe den Button mit Veraufsstandoptik). Die Aufmachung ähnelt einem bekannten Portal für Kleinanzeigen. Dort können Firmen (bisher in Deutschland nur Gebrauchtwagen, international auch Immobilien) und Privatpersonen (vom Kinderwagen bis zum BMW) Gegenstände kaufen und verkaufen. Ecommerce Händler sind in Deutschland noch nicht angeschlossen – was aber bald folgen wird.

Instagram “Shopping”

Instagram „Shopping“ funktioniert nach einem ähnlichen Muster, in enger Verbindung mit der Facebookpräsenz. Hier können Produkte markiert, mit einem Sticker (bspw. Modell und Preis) versehen und mit Shopping-Posts oder den Instagram Stories beworben werden. Mit nur einem Tap, sogar aus Videos heraus, lassen sich die käuflichen Produkte in eine Listenansicht inklusive Preis überführen.

Generell gilt, dass sich Social Plattformen durch die personalisierte Ansprache, Bekanntheit von Userinteressen und Freundesnetzwerk als auch die Bildlastigkeit (Instagram, Pinterest) besonders gut für den Absatz bestimmter Produkte (allen voran Mode) eignen. Andere Branchen werden schon bald in diesem Absatzkanal nachzahlen.

(Autor: Stefan Hezel, Managing Partner / Resolution Media)
Dieser Artikel erschien in gekürzter Fassung am 08.01.2019 als einer von “9 Trends für 2019” unter dem Titel “From Social to Commerce: Steigende Absätze durch Social Media” auf LinkedIn.