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Mehr Echtzeit im Marketing durch das Internet der Dinge

BOSCH SOFTWARE INNOVATIONS - Internet of Things

Mehr Echtzeit im Marketing durch das Internet der Dinge

TCP/IP, die alles verbindende Sprache des Internets, wird von immer mehr Geräten gesprochen. Zunächst waren es die Computer, längst sind es auch Handys und Fernsehgeräte. Aber das ist nur der Anfang, denn auch Gegenstände des Alltags werden mehr und mehr in die Lage versetzt, mittels TCP/IP zu kommunizieren: Uhren, Stromzähler, Autos, Heizungssysteme, Markisen, ja selbst Textilien. Letzteres gibt es zwar schon, ist aber eher im Stadium
des Labortests, während die Vernetzung des Hauses – Connected Home oder Smart Home genannt – längst verfügbar ist. Was bedeutet es für das Marketing, wenn das Internet in die Welt der Dinge eintaucht? Mehr Echtzeit? Wir fragen Thomas Knops, Leiter Marketing & Sales Connected Home bei der Deutschen Telekom AG in Bonn.

Herr Knops, wer oder was ist QIVICON?

QIVCION ist die führende markenübergreifende Smart Home Plattform in Europa. Hinter QIVICON steht eine von der Deutschen Telekom initiierte Allianz führender Industrieunternehmen in Deutschland, die das Thema Smart Home vorantreiben und herstellerübergreifende Lösungen für Kunden anbieten. Themenfelder wie Energieeffizienz, Sicherheit und Komfort für Menschen jeden Alters zu Hause werden über eine Plattform abgedeckt. Die Plattform umfasst bereits mehr als 30 Partnerunternehmen aus verschiedenen Branchen mit Angeboten für Kunden. Somit entwickelt sich QIVICON mehr und mehr zum Standard im Smart Home.

Inwiefern spielt Echtzeit in dem Kontext Smart Home/Internet of Things eine Rolle?

Ich gebe gerne mal ein privates Beispiel: Früher habe ich aus dem Urlaub eine vertraute Person gebeten, zu Hause nach dem Rechten zu sehen. Stunden später habe ich dann erfahren, dass alles ok ist. Jetzt erhalte ich eine Push-Nachricht auf meinem Smartphone, wenn die Tür oder das Fenster während der Abwesenheit aufgeht, und rufe die Webcam über das Smartphone auf und sehe live, was passiert.

Und diese Erfahrungen mache nicht nur ich. Bereits heute gibt es eine Vielzahl von Smart Home Angeboten verschiedener Unternehmen auf dem Markt. Wir gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2020 ungefähr 50 % der Haushalte smart sein werden, da sich die Rahmenbedingungen für die Etablierung des Smart Home-Markts in den letzten Jahren derart verbessert haben, dass dem Durchbruch im Massenmarkt heute nichts mehr im Wege steht.

Geben Sie uns doch mal ein Beispiel für derartige Produktansätze, die auf
Echtzeitinformationen beruhen.

Ein konkretes Beispiel ist das Smart Home Paket der Deutschen Telekom, dass in Zusammenhang mit der Allianz Versicherung vermarktet wird.
Mit Telekom Smart Home können Sie z.B. Heizung oder Strom Ihrer Wohnung oder Ihres
Hauses problemlos fernsteuern und prüfen, ob alle Fenster und Türen wirklich geschlossen sind. Bei Vorfällen wie einem Einbruch oder einem Wasserschaden wird direkt die Notfall-Helpline der Allianz informiert.
Mit der zunehmenden Durchdringung von Smart Home/Internet of Things werden neuartige Produktkonzepte entstehen, da Smart Home die technischen Möglichkeiten der Anbindungen zwischen Zuhause und Dienstleistungsunternehmen ermöglicht. Darüber hinaus
werden sich die Anbieter im Smart Home nicht nur über Hardware, sondern auch über
Mehrwerte differenzieren.

Welche Auswirkungen sehen Sie vor dem Hintergrund der Smart Home Penetration/ IoT (Internet of things) für das Marketing?

Diese neuartigen Produktkonzepte und Dienstleistungen werden mit Hilfe differenzierter Marketingstrategien (Produkt-, Preis-, Distribution- und Kommunikationspolitik) an die jeweiligen Zielgruppensegmente adressiert.

Dabei kommt dem Schutz der privaten Daten und der Sicherheit zu Hause eine besondere Bedeutung zu. Konsumenten haben die Angst, Informationen aus ihrer Privatsphäre preiszugeben oder „gläsern“ zu werden. Dennoch werden Kunden bereit sein, die Real Time-Informationen aus Ihrem Smart Home zur Verfügung zu stellen, sofern es für den Kunden einen direkten Mehrwert darstellt. Diese Mehrwerte müssen in der Kommunikation entsprechend berücksichtigt werden.

Weitere Informationen: qivicon.com

BOSCH SOFTWARE INNOVATIONS - Internet of Things
Illustration: Bosch Software Innovations – Internet of Things

(Autor: Thomas Knops, Leiter Marketing & Sales “Connected Home”, Deutsche Telekom, Bonn, veröffentlicht in: Real Time Marketing Kompass 2014)