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Warum Mobile Optimierung wichtiger ist denn je

Eine mobile Webpräsenz ist heute alternativlos. Die jüngsten Google-Updates sowie die Einführung des AMP-Frameworks haben diese Entwicklung beschleunigt. Hier erfahren Sie vier Optimierungsschritte, mit denen Sie ihre Assets fit für den mobilen Webauftritt machen.


Mobile Webnutzung auf dem Vormarsch

Noch vor einigen Jahren schienen die ersten Prognosen für die Entwicklung der mobilen Internetnutzung recht gewagt. 2014 sollten die mobilen Internetzugriffe bereits die Desktop-Zugriffe überholt haben, so Mary Meeker, Technology Trend Analyst bei Kleiner Perkins Caufield Byers. Im Januar 2014 wurde diese Prognose Realität. Im Mai 2015 gab Google schließlich bekannt, dass auch mobile Suchanfragen weltweit die Desktop-Suchanfragen zum ersten Mal überschritten.

Mit diesem Trend wurde klar, dass sich auch die Art und Weise der Online-Suche über kurz oder lang verändern und dynamischer gestalten wird. Mehr Menschen werden häufiger ihr Smartphone oder Tablet verwenden, um unterwegs oder spontan zwischendurch Suchanfragen zu Themen zu stellen, die sie in diesem Moment interessieren.


Google reagiert auf die steigende Mobilenutzung in vier Schritten

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  1. Bekanntmachung des Mobile-Friendly Algorithmus
  2. Einführung von Accelerated Mobile Pages (AMP)
  3. Erweiterung der Customer Journey durch Micro-Moments
  4. Update des Mobile-Friendly Algorithmus im Mai 2016

Eine wachsende mobile Userschaft und steigende mobile Suchanfragen gehen selbstverständlich nicht am Suchmaschinenriesen vorbei. Google begegnete dieser Entwicklung mit einer ersten Mobile-Offensive im April 2015. So sollten die mobilen Suchergebnisse ab dem 21. April 2015 deutlich angepasst werden, indem die für mobile Endgeräte optimierten Webseiten einen Vorrang gegenüber nicht optimierten Seiten erhielten. Optimierte Seiten wurden darüber hinaus mit dem Zusatz „Für Mobilgeräte“ ausgezeichnet, was dem User zusätzlich ein deutliches Signal darüber vermittelt, welche Seiten ihm die beste mobile Erfahrung bringen werden.

Entsprechend dieser Entwicklung wurden Webseiten, die nicht responsiv gestalten waren oder eine eigenständige mobile Seitenversion bereitstellten, nach und nach von den oberen Positionen der mobilen Suchergebnisse verdrängt.


AMP soll zum neuen Mobile-Standard werden

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Anfang März 2016 führte Google den neuen Webseitenstandard AMP für die Darstellung von Inhalten auf mobilen Endgeräten in Deutschland ein. Dieser ist Googles Antwort auf den Wunsch vieler User nach einem besseren und schnelleren mobilen Web. Ziel ist es News-Inhalte auf Magazin- und Presseportalen für mobile Geräte schneller zugreifbar und übersichtlicher darstellbar zu machen.

Webseiten die auf Grundlage des AMP-Frameworks aufgebaut sind, werden in der Google-Suche prominent in Form eines News-Karussells oberhalb der übrigen Suchergebnisse dargestellt und mit einem Blitz-Symbol ausgezeichnet. Der neue Seitenaufbau verspricht insgesamt Artikel in weniger als einer Sekunde zu laden, indem bspw. auch störende Pop-Up Werbung unterbunden wird.

Relevant ist diese Entwicklung zunächst nur für Betreiber von News-Seiten wie Magazinen, Zeitungen oder Presseportalen.


Micro Moments – Veränderungen im Suchverhalten durch mobile Internetnutzung

Durch die steigende mobile Internetnutzung verändert sich auch das Suchverhalten der User. An Stelle von großen, standardisierten Phasen innerhalb eines Kaufprozess, ergeben sich, häufig spontan, viele kleine Schritte die der User in seinem komplexen Prozess bis zum Kauf oder bis zur Befriedigung seines Bedürfnisses unternimmt. Google bezeichnet diese als „Micro-Moments“ – kritische Berührungspunkte in der Customer Journey des Users. Diese sind alle essenziell und sollten von Webseitenbetreibern entsprechend umfassend bedient werden.

Die Customer Journey gestaltet sich daher deutlich vielschichtiger als noch vor einigen Jahren. Dabei bezieht sich diese Entwicklung nicht allein auf eine gesteigerte mobile Aktivität. Entscheidend ist die ortsunabhängige Internetnutzung. Eine Interaktion ist zu jeder Zeit, an jedem Ort, mit jedem Endgerät möglich, um die gerade benötigten Informationen einzuholen.

Wichtig wird es daher sein sich nicht allein darauf zu konzentrieren steigende mobile Suchanfragen zu bedienen, sondern den gesamten Prozess zu erfassen und allen Bedürfnissen in den unterschiedlichsten Situationen mit entsprechenden Inhalten zu begegnen.

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Quelle: http://info.larky.com/blog/four-tips-for-financial-institutions-to-win-customers-micro-moments


Update des Mobile-Friendly Algorithmus im Mai 2016

Den Effekt des 2015 veröffentlichten Mobile-Friendly Algorithmus wollte Google nun im Mai 2016 noch einmal verstärken. Das zweite Update sollte dabei schrittweise ausgerollt werden. Ein großer Einfluss auf die mobilen Rankings ist bisher nicht zu verzeichnen. Eine Art zweiten „Mobilegeddon“, wie es 2015 der Fall war, gab es deshalb nicht.

Wie es sich um dieses Thema verhält, werden entsprechend die kommenden Monate zeigen.


Vier Dinge, die Sie tun sollten

Als Webseitenbetreiber sollten Sie, wenn noch nicht geschehen, Ihre aktuelle Seite responsiv für alle Endgeräte gestalten. Dadurch wird die Seitendarstellung automatisch an die Gegebenheiten des verwendeten Endgerätes angepasst. Um zu testen, ob Ihre Webseite für mobile Endgeräte optimiert ist, können Sie den Google Test auf Optimierung für Mobilgeräte verwenden. Eine erste Übersicht zum Thema Responsive Design und mobile Optimierung finden Sie im Google Developers Bereich.

Als News-Publisher empfehlen wir die Verwendung des neuen AMP-Frameworks, um mit Ihren Inhalten prominent in der Google-Suche zu erscheinen. Auch für den nächsten Relaunch ihres Unternehmenswebauftrittes sollte AMP auf der Agenda stehen, da Google derzeit bereits erste Tests in den normalen Websuche durchführt.

Die Zielgruppenanalyse, insbesondere der Umgang mit sogenannten Buyer Personas wird für ihre Marke wichtiger. Leiten Sie aus diesen die möglichen Micro-Moments ab und überlegen Sie wie Sie diese entlang der Customer Journey für Ihre Zielkunden anordnen. Identifizieren Sie konkrete Fragen, die sich ihre Zielgruppe im Informationsprozess stellt und liefern Sie relevante Antworten. Finden sie die wichtigsten Suchbegriffe für ihre Produkte und analysieren Sie Unterschiede in Mobile und Desktop-Suchverhalten. Stellen Sie dem User die Inhalte, die er in den unterschiedlichen Micro-Moments benötigt, übersichtlich und leicht konsumierbar zur Verfügung. Ein gutes Beispiel für die Customer Journey inklusive der einzelnen Micro-Moments zeigt Google hier im Rahmen des Auto-Kaufprozesses auf.

  1. Websites responsiv für alle Endgeräte gestalten
  2. Schauen Sie sich das AMP-Framework näher an
  3. Arbeiten Sie mit Buyer-Personas und identifizieren Sie Fragen ihrer Zielgruppe
  4. Liefern Sie in relevanten Micro-Moments passend aufbereitete Antworten

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